Sonntagsding: Tipps zur Fotobearbeitung

Nachdem die letzten Sonntagsdinger zum Thema Fotografieren schon so gut bei euch angekommen sind, widme ich (Ilona von Meine Herzenswelt) mich heute mal dem Thema Fotobearbeitung. Denn mit einen paar kleinen Handgriffen könnt ihr aus euren Fotos noch mehr herausholen.

Es geht auch gar nicht darum, dass ihr euch 10 Jahre jünger macht auf den Fotos, sondern die Farben sollen etwas herausgeholt werden und etwas optimiert werden, um das Foto für den Betrachter, bzw. das Auge harmonisch wirken zu lassen. Ich möchte noch anmerken, dass ich auf diesem Gebiet auch kein Profi bin und das Meiste durch Tutorials und Learning by doing gelernt habe. Ich möchte euch einfach Mut machen, es auch einfach mal zu probieren.

Zur Fotobearbeitung gibt es viele Programme, Apps und Onlineseiten,die ich hier nicht alle auzählen kann und möchte. Ich selbst arbeite hauptsächlich mit Lightroom von Adobe. Die Desktopvariante ist kostenpflichtig, aber die App für´s Handy oder Tablet ist kostenlos und kann wirklich viel. An diesem Beispiel möchte ich euch hier ein paar Beispiele zeigen. Diese App steht aber nur stellvertretend für viele andere, die meistens alle ziemlich ähnliche Funktionen haben. Am besten, macht ihr euch schon vor dem Fotografieren, Gedanken, wie das Foto später aussehen soll und wofür ihr es braucht. Wenn ihr das beim Fotografieren bereits beachtet, habt ihr nachher nicht mehr so viel Arbeit.

Hierzu ein paar grundlegende Tipps von mir zum Fotoshooting:

🔖 Überlegt euch, welches Format das Foto später haben soll. Quadratisch, hochkant oder quer. Momentan werden quadratische Fotos immer populärer. Hier macht es Sinn, die Fotos dann im Querformat zu machen, das ist später einfacher für den Zuschnitt. Wenn ihr hochkant Fotos benötigt, fotografiert ihr natürlich direkt hochkant. Wenn ihr Fotos im Hoch- und Querformat macht, seid ihr natürlich für alles bestens gerüstet.

🔖 Fotografiert verschiedene Ausschnitte der Person. Den ganzen Körper, aber auch nur Teilbereiche, wie z. B. Oberkörper und Kopf, wenn ihr z. B. einen Hoodie präsentieren wollt. Gerade, wenn ihr Personen fotografiert und diese im Mittelpunkt stehen sollen, macht es Sinn, dass diese zum großen Teil das Bild ausfüllen. Dann liegt der Fokus direkt auf der Person, bzw. dem genähtem Kleidungsstück.

🔖 Lasst ober- und unterhalb der Person und auch an den Seiten etwas Spielraum. Wenn ihr das nicht macht und ihr müsst das Foto später drehen (dazu kommen wir weiter unten), dann werden sonst möglicherweise der Kopf oder die Füße abgeschnitten.

🔖 Wenn in eurer Fotokulisse waagerechte oder senkrechte Linien sind. Wie zum Beispiel Häuser, Balken, der Übergang von der Straße zum Weg oder aber auch der Horizont, achtet darauf, dass diese Linien auch möglichst horizontal oder waagerecht fotografiert werden. Manchmal kann man sich aber auch nicht so darauf konzentrieren, weil man schauen muss, dass man sich bewegende Kinder fotografiert. Das ist nicht weiter schimm, das kann in der Fotobearbeitung korrigiert werden. Auf der anderen Seite können gewollt schiefe Geraden natürlich auch ein Gestaltungselement von Fotos sein. Für das Auge ist es aber harmonischer, wenn solche Linien dann auch waagerecht oder senkrecht sind.

🔖 Wenn ihr im manuellen Modus fotografiert stellt eure Belichtung lieber etwas zu dunkel als zu hell. Gerade draußen verändert sich das licht ja doch schnell mal und eine Wolke mehr oder weniger kann viel ausmachen. Dunkle Fotos kann man in der Fotobearbeitung immer noch leicht aufhellen, anders herum wird es meistens schwer.

🔖 Wer schon etwas geübter ist, kann sich an die 2/3-Regelung halten. Wenn ihr beispielsweise einen Horizont im Bild habt, sollte der Horizont nicht mittig im Bild sein, sondern entweder 1/3 oder 2/3 des Bildes ausmachen. Googelt dies einfach mal.Wenn ihr diese Punkte beachtet, habt ihr eine perfekte Grundlage für ein schönes Fotos. Ihr ladet eure Fotos 📸 dann in den Programmen/Apps hoch.↪️ Nun sucht euch zuerst die Instrumente zum Zuschneiden und Drehen (Screenshots für die Lightroom App habe ich euch angefügt). Schaut zuerst, ob ihr waagerechte oder senkrechte Linien im Bild sind, die keinen 90° Winkel und dreht das Bild so, dass diese Linien am Ende dann gerade sind. Ein Raster auf dem Bild hilft euch dabei, manchmal sind es nur ein paar Millimeter Verschiebung.✂️ Dann solltet ihr das Bild zuschneiden, hier gibt es auch feste Formatvorlagen. Ob euer Model dann eher mittig steht oder mehr rechts oder links, entscheidet ihr. Manchmal kann es etwas spannender sein, wenn das Model nicht direkt mittig steht.

☀️ Nun geht es an die Bearbeitung der Farben und der Helligkeit. Hier benötigt das Symbol für Licht (siehe Screenshot). Hier gibt es Regler für Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz. Für den Anfang reichen wahrscheinlich die Belichtung und der Kontrast, diese sollten in der Regel beide etwas hochgestellt werden. Probiert hier einfach mal etwas herum. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt. Es gibt auch eine Option zur automatischen Bildoptiemierung, auch diese könnt ihr ausprobieren.🌈 Wer schon etwas erfahrener ist, kann sich dann auch mal den Farbregler beschäftigen (siehe Screenshot). Oben rechts ist ein bunter Kreis auf diesem Symbol. Wenn ihr auf diesen geht könnt ihr einzelne Farben etwas stärker/leuchtender/schwächer/ganz herausnehmen etc. machen. Auch hier könnt ihr einfach mal etwas herumprobieren. Ich nutze es gerne, um meine Farben noch etwas mehr herauszuholen.

Dies alles sind hier sehr oberflächliche Erklärungen, mit denen man aber schon weit kommen kann. Wer hier weiter einsteigen möchte, schaut sich am besten ein paar Lightroom Tutorials auf Youtube an. Für Lightroom könnt ihr auch sogenannte Presets kaufen. Das sind quasi Fotofilter, die ihr dann direkt über euer Bild legen könnt. Meistens haben diese Filter eine bestimmte Stimmung oder eine Farbe. So dass das Meer beispielsweise türkis wird. Oder das Foto einen leichten Vintage-Touch bekommt. Hier würde ich euch auch empfehlen, einfach mal zu googlen, das würde die Ausführungen hier etwas sprengen.Ich zeige euch hier mal ein paar Vorher/Nachher Fotos mit ein paar Erklärungen dazu, da könnt ihr sehen, was selbst ein bisschen Bearbeitung ausmacht. Zum Teil wurden hier auch noch ein paar andere Parameter verändert, aber die größten Verändurengen habe ich euch aufgeschrieben.

Und jetzt bin ich gespannt. War das hilfreich für euch? Oder wusstet ihr das alles schon? Dann erzählt doch mal, welche Programme/Apps ihr nutzt!

Folge uns auf Bloglovin

2 Kommentare

  1. Vielen Dank, für die Tipps.
    Ich arbeite eigentlich mit Gimp. Da sind diese Bearbeitungsmöglichkeiten ziemlich ähnlich gegeben.
    Hab wieder was dazugelernt.
    Liebe Grüße, Anja

Schreibe einen Kommentar zu shesmile Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.