SonntagsDing: Die Flachnaht

Am heutigen Sonntag möchte ich (Manja von Manji Puh 🙋‍♀️) euch ein wenig von der Flachtnaht, oder auch Flatlock erzählen.
Habt ihr schon mal eine Flachnaht mit eurer Overlock genäht?
Mit nur ein paar Änderungen an den Einstellungen zaubern wohl die meisten Overlock-Maschinen diese Naht, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch noch sehr angenehm zu Tragen ist.
Besonders weich und optisch auffällig wird sie, wenn man Bauschgarn verwendet. 🐑

Die Flachnaht kann mit 3 oder 2 Fäden genäht werden. In meinem Beispiel habe ich mit 3 Fäden gearbeitet (einem Nadel- und zwei Greiferfäden).
In der Regel wird die Rollsaumfunktion aktiviert und die Fadenspannung muss angepasst werden. Entnehmt diese Einstellungen bitte der Gebrauchsanweiung eurer Overlock. 🤓

Wie viel Nahtzugabe benötigt wird, sollte vorab an einem Stoffrest getestet werden. Messe hierzu vor und nach dem Nähen die Breite des Stoffrestes.

Der Stoff muss nach dem Nähen auseinandergezogen werden. Häufig haben sich die Nahtzugaben eingerollt. Halte den Stoff dicht an der Nahtzugabe und schiebe ihn mit leichten, kreisenden Bewegungen gegeneinander, so dass sich die Nahtzugaben schön glatt legen. Das erfordert, je nach Stoffart, ein wenig Geduld. Lassen sich die Stoffe nur schwer auseinanderziehen, kann es ggf. helfen, die Fadenspannung des Nadelfadens zu verringern.

Die Flachnaht hat zwei schöne Seiten. Der Leiterstich erscheint, wenn die Stoffe rechts auf rechts gelegt und zusammennäht werden. An meinem Beispiel ist das die blaue Naht. 💙 Die geschwungene Naht liegt außen, wenn die Stoffe links auf links zusammengenäht werden. In meinem Beispiel ist das die orange Naht. 🧡
Die Flachtnaht ist aber nicht nur ein schöner Zierstich. Sie ist auch robust und haltbar und so kann man damit z. B. auch ein komplettes Shirt nähen.

Und ihr? Nutzt ihr diese Naht häufiger, oder ist das Alles Neuland für euch? Erzählt doch mal 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.